Die in der Eiszeit in Alaska lebenden Pferdearten wurden kleiner, bevor sie vor etwa 12.500 Jahren ausstarben. Ihr Verschwinden ist daher vermutlich auf Klimaveränderungen und nicht auf Jagd durch den Menschen zurückzuführen, berichtet ein amerikanischer Wissenschaftler im Fachmagazin Nature (Bd. 426, S. 169).
Zur Zeit ihres Aussterbens waren die Knochen der Vorderbeine zweier Alaska-Pferdearten ungefähr 12 Prozent kürzer als Knochen aus der Zeit vor etwa 27.000 Jahren, fand Dale Guthrie von der Universität von Alaska in Fairbanks heraus. Er hatte fossile Knochenfunde mithilfe der Radiokarbon-Methode neu datiert und festgestellt, dass bis zum Aussterben der Pferde vor 12.500 Jahren die Länge der Knochen kontinuierlich abgenommen hatte.
Dieselben Umwelteinflüsse hatten erst das Schrumpfen und schließlich auch das Verschwinden der Pferde bewirkt, vermutet Guthrie. Landschaft und Vegetation änderten sich in Alaska vor etwa 13.000 Jahren innerhalb von ungefähr fünf Jahrhunderten. Grasfresser fanden danach nur noch wenig Nahrung. Konkurrenz mit anderen großen Säugetieren, die besser an die neue Vegetation angepasst waren, könnte das Aussterben der Pferde weiter beschleunigt haben.
Erste Hinweise auf menschliche Siedlungen gibt es in Alaska erst 500 Jahre nach dem Verschwinden der Pferde. Sollte die Besiedelung schon früher begonnen haben, war die Bevölkerungsdichte so gering, dass sie keine archäologisch sichtbaren Zeichen hinterließ, so Guthrie. So wenige Menschen hätten die Pferde nicht in kurzer Zeit durch Jagd ausrotten können.
ddp/bdw ? Katharina Vogelmann





