Als „ganzheitlich“ würden wir zum Beispiel die Methode des Asklepiades von Prusa (um 124 – 60 v. Chr.) bezeichnen: Er behandelte seine Patienten mit einer Kaltwassertherapie, die durch diätetische, psychi‧sche und physikalische Anwendungen ergänzt wurde.
Auch die Behandlung von grauem Star durch den mit einer Nadel durchgeführten „Starstich“ und sogar Gehirnoperationen wurden bereits in der Antike durchgeführt. In ihrem Buch „Ärzte in der Antike“ stellt Heike Achner die gängigen antiken Behandlungsverfahren vor, außerdem porträtiert sie die berühmtesten Ärzte des griechischen und römischen Altertums wie Hippokrates, Celsus und Galen und die von ihnen bevorzugten und zum Teil selbst entwickelten Therapien. Ihre Darstellung wird durch zahlreiche Quellenzitate ergänzt. Exkurse zu so interessanten Themen wie Frauen im Arztberuf oder das Veterinärwesen komplettieren diesen reichbebilderten Band. Dessen Manko ist allerdings, dass er keine Überprüfbarkeit seiner Aussagen bietet, weil Anmerkungen fehlen.
Rezension: Britta Weidner





