Der Astrophysiker Jens Niemeyer von der Universität Würzburg hat eine der renommiertesten Auszeichnungen für junge Hochschullehrer in Deutschland erhalten: den mit 500 000 Euro dotierten Alfred-Krupp-Förderpreis. Der 34-jährige C3-Professor beschäftigt sich vor allem mit dem Nichts. „Allerdings”, schmunzelt er, „meine ich damit ein ‚Nichts‘ im streng physikalischen Sinn, nämlich das, was übrig bleibt, wenn man Materie aus einem bestimmten Gebiet entfernt – also das Vakuum.” Dieses Vakuum sei etwas sehr Lebendiges, da es offensichtlich eine Energie besitze, die die Beschleunigung der Ausdehnung des Universums bewirke. Die Vermessung dieser Beschleunigung, die erst vor fünf Jahren entdeckt wurde, ist einer der Forschungsschwerpunkte Niemeyers. Mit dem Preis der Krupp- Stiftung will der Wissenschaftler jetzt unabhängig von öffentlichen Geldern ein Team von Nachwuchsforschern aufbauen, die bei dieser Aufgabe mitarbeiten.





