Je näher aber die Opposition und damit die größte Annäherung rückt, desto länger steht der leuchtende Planet am Himmel. Am 28. August geht der Mars auf, wenn die Sonne untergeht und wird damit zum Planeten der ganzen Nacht.
Während Mars mit bloßem Auge oder im herkömmlichen Fernglas als ockerfarbener bis gelb-oranger Punkt erscheint, enthüllen bereits handelsübliche Teleskope spannende Einzelheiten: In klaren Nächten bei geringer Luftbewegung können häufig die hellen nördlichen und südlichen Polkappen beobachtet werden, die aus Wasser- und Kohlendioxideis bestehen.
Bei noch genauerem Hinsehen zeigt sich oft ein um die Polkappen laufender dunkler Ring aus Staubverlagerungen. Mit wirklich guten Teleskopen ist es sogar möglich, diverse Dunkelgebiete wie “Syrtis Major” oder das “Mare Acidalium” zu sehen. Doch nicht nur das Erdenwetter kann einen Strich durch die Rechnung machen, auch zum Teil wochenlange Sand- und Staubstürme auf dem Mars lassen die Beobachter häufig verzweifeln.
Astronomen der Volkssternwarte Bielefeld empfehlen auf ihrer Homepage, bei der Himmelsbeobachtung ein Stativ zu verwenden. Linsenteleskope eigneten sich wegen ihrer besseren Kontrast- und Lichtleistungen besser als Spiegelteleskope, wobei generell größere Objektivöffnungen bessere Bilder bringen. Um die Detailgenauigkeit zu verbessern, können zusätzlich grüne, blaue oder orangefarbene Filter eingesetzt werden.




