Die meisten Zwerggalaxien sind nahe Satelliten der Milchstraße oder des Andromeda-Nebels. Nur zwei sphäroidale Zwerge ziehen eine einsame Bahn in der Ferne: Die Cetus- und Tucana-Zwerggalaxie mit 2,5 beziehungsweise 2,2 Millionen Lichtjahren Distanz von der Milchstraße und 2,9 beziehungsweise 4,4 Millionen Lichtjahren von Andromeda. Die meisten sphäroidalen Zwerge enthalten kaum Gas und nur wenig schwere Elemente, außerdem haben sie wahrscheinlich seit über zehn Milliarden Jahren keine neuen Sterne mehr gebildet. Es handelt sich bei ihnen wohl um archaische Fossilien aus der Urzeit der Lokalen Gruppe.
Zwerggalaxien variieren sehr stark in ihrer Masse und Leuchtkraft. Manche bringen es nur auf 1000 Sonnenmassen, andere auf 10 Millionen, manche lediglich auf die Leuchtkraft von 1000 Sonnen, andere auf 100 Millionen. Auch ihr Anteil an schweren Elementen ist unterschiedlich – bei Leo A zum Beispiel sehr niedrig, bei M 32 recht hoch –, aufgrund der geringeren Sternbildung ist er aber im Schnitt beträchtlich niedriger als in der Milchstraße.





