Ein dichtes Geflecht von Stromleitungen überzieht ganz Deutschland. Die Grafik zeigt die Höchstpannungsverbindungen, die unter 220 oder 380 Kilovolt Spannung betrieben werden. Vier Betreiberunternehmen der Übertragungsnetze teilen sich das Bundesgebiet auf: TenneT, 50Hertz, die EnBW und Amprion (ein Tochterunternehmen der RWE). Ein über 200 Kilometer langes Gleichstromkabel verbindet seit Kurzem das Offshore-Windfeld BorWin in der Nordsee mit dem deutschen Übertragungsnetz. Weitere Seekabel verlaufen von der deutschen Ostseeküste nach Dänemark und Schweden. Rund 1500 Kilometer Neu- oder Ausbautrassen sind in Planung oder Bau. Zum Beispiel die „Thüringer Strombrücke” (1), die 210 Kilometer weit von Bad Lauchstädt bei Halle nach Schweinfurt verläuft. Sie schließt eine Lücke zwischen alten und neuen Bundesländern. Ein erster Teilabschnitt bei Erfurt ist bereits in Betrieb. Wichtige neue 380-Kilovolt-Stromtrassen sind auch eine Strecke durch den Schwarzwald (2) und Verbindungen zwischen Meppen und Wesel (3) sowie zwischen Dortmund und Frankfurt am Main (4). Die beiden letztgenannten sollen weitgehend durch Umbau bestehender 220-Kilovolt-Leitungen errichtet werden.





