Der Vorteil der neuen Methode liegt darin, dass heimliche Veränderungen auch noch nachträglich erkannt werden können, sagen die Wissenschaftler. Dies war bislang nur möglich, wenn das Bild vor der Manipulation mit einem so genannten digitalen Wasserzeichen geschützt wurde. Ein solches Erkennungszeichen ist ein unsichtbares Stück Code im eigentlichen Bild, das sich verändert, wenn das ursprüngliche Bild künstlich verändert wird. So markierte Bilder sind nur schwer heimlich zu manipulieren.
Mit einer neuen mathematischen Methode können Manipulationen an digitalen Bildern entlarvt werden. Das funktioniert auch bei Bildern, die mit bloßem Auge nicht mehr als Fälschung zu erkennen sind und keine digitalen Markierungen besitzen, mit denen ihre Echtheit bewiesen werden könnte. Die neue Methode wurde von Hany Farid und einem seiner Studenten am amerikanischen Dartmouth College entwickelt. Das neue Verfahren wurde auf dem 6. International Workshop on Information Hiding im kanadischen Toronto vorgestellt.
Um veränderte digitale Bilder von unveränderten zu unterscheiden, analysierten die Forscher nicht etwa die Bilder selber, sondern den Computercode, aus dem sie aufgebaut sind. Dabei entdeckten sie im Code der unveränderten Bilder bestimmte statistische Regelmäßigkeiten, die typisch für natürliche Bilder sind. Manipulierte Bilder hingegen zeigen statistische Abweichungen in ihrem Code, mit denen Fälschungen identifiziert werden können, berichten die Computerspezialisten. Der Grund: Computerbilder sind aus kleinen Bildpunkten, den sogenannten Pixeln aufgebaut. Deren Farbe und Helligkeit wird in Zahlen ausgedrückt, deren statistische Verteilung sich verändert, wenn das Bild manipuliert wird.
ddp/bdw ? Benjamin Eckenfels





