Eine Methode, mit der Solarzellen vollautomatisch von Verschmutzungen mit Staub oder Blütenpollen gereinigt werden können, hat vor Kurzem ein Team um Malay Mazumder von der amerikanischen Boston University entwickelt.
Dazu wird auf der Oberfläche der Paneele ein dichtes Netz durchsichtiger Elektroden aus Indiumzinnoxid angebracht. An jeder dritten Elektrode liegt jeweils ein hohes, mittelhohes oder niedriges elektrisches Signal an, das von den Solarzellen abgezweigt wird. Dieses Sägezahnmuster wird ständig um eine Elektrode weitergeschaltet. So entsteht eine elektrische Welle, auf der der Staub quasi zum Rand des Paneels surft. Laut Mazumder können auf diese Weise innerhalb von zwei Minuten 95 Prozent der Verunreinigungen entfernt werden. Die dafür benötigte Leistung hält sich in Grenzen. Sie soll etwa zehn Watt pro Quadratmeter Paneelfläche betragen.
Die Wissenschaftler geben an, dass ihr Verfahren besonders für großflächige Photovoltaikanlagen in der Wüste geeignet ist. Dort beeinträchtigt herangewehter Staub die Leistungsfähigkeit der Sonnenkraftwerke besonders stark. Die Folge sind erhebliche Kosten für die Reinigung der Solarzellen. Mazumder verspricht, dass die neue Technik schon innerhalb eines Jahres kommerziell verfügbar sein wird.





