“Da es keinen bekannten Sicherheitswert für Berrylium gibt und bereits minimale Dosen bei anfälligen Personen zu einer chronischen Berrylium-Erkrankung führen, wurde unter den strengsten Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet”, erklärte die Entwicklerin, Tammy Taylor. Aus Sicherheitsgründen wurden auch vom Energieministerium Limits für die Verunreinigung mit Berrylium auf Oberflächen festgelegt. “Der Farbtest ist so empfindlich, dass Berrylium innerhalb dieser Grenze festgestellt werden kann”, betonte Taylor.
Die Einatmung von feinen Berrylium-Partikeln kann bei ein bis sechs Prozent der in Kontakt tretenden Personen zu einer Autoimmunreaktion führen und die so genannte chronische Berrylium-Erkrankung auslösen. Die Krankheit verläuft mitunter tödlich, da es derzeit noch keine Heilung gibt. Der Staub bleibt in der Kleidung haften und kann auch bei Familienmitgliedern von Berrylium-Arbeitern zum Auslöser der Erkrankung werden.
Ein im Jahr 2000 ausgearbeitetes Programm unterstützt jene Tausende Personen, die im Zuge des Kalten Krieges mit radioaktiven Materialien arbeiteten und in Kontakt mit Berrylium kamen. Das Programm sieht einmalige Zahlungen in der Höhe von 150.000 Dollar sowie eine lebenslange medizinische Versorgung vor. Für Arbeiter mit einer Berrylium-Empfindlichkeit ist eine kostenlose regelmäßige medizinische Untersuchung vorgesehen.





