Der Titel ist Programm und bedeutet zu Deutsch gar nicht wilde Ente, sondern Querdenker. Dueck steht als solcher in den Diensten von IBM Deutschland. Das erklärt sein ambivalentes Verhältnis zum allgegenwärtigen Computer, der gleichermaßen in der Rolle des repressiven Meßinstruments wie als künftiger Normenzerstörer auftritt.
Duecks Buch pendelt zwischen Traktat, Pamphlet, Sachbuch und Satire und spannt kühn den Bogen von der Psychologie übers Marketing bis zur Sinnsuche in der Informationsgesellschaft. Zwar drohen die nachvollziehbaren Analysen des Mathematikers gelegentlich in seiner überbordenden Fabulierfreude zu versinken. Am zutiefst humanistischen Ansatz, daß der Mensch das Maß aller Dinge sei und nicht zum Objekt von Meßverfahren herabgewürdigt werden dürfe, ändern derlei Äußerlichkeiten nichts. Ich wünsche Dueck schwindelfreie Leser und, fürs nächste Mal, ein sorgfältigeres Lektorat.
Hans Schmidt





