Um jedoch mit diesem Verfahren Ordnung in die Nanoröhren zu bringen, muss die Unterlage entsprechend präpariert sein. Dazu nutzt man die Eigenschaft bestimmter Nanoröhrchen, sich auf Quarz immer senkrecht zu dessen Struktur anzuordnen. Silizium dagegen meiden die Röhrchen völlig. Die Eigenarten nutzen bereits einige Forschergruppen, um Nanomuster zu kreieren. Mit der herkömmlichen Fotolithografie und durch Ätzen wird Siliziumdioxid, also der Quarz, entfernt. Dadurch entstehen Gräben aus nacktem Silizium und Berge aus Siliziumdioxid bleiben an den ausgesparten Stellen zurück. Auf diesen Bergen konnten einige Forschergruppen Nanopartikel in bestimmter Ausrichtung abscheiden – doch bislang nur in zwei Dimensionen.
Mit dem Katalysator in der Dampfphase gelang es nun Ajayan und seinen Kollegen, die Röhrchen in alle drei Raumrichtungen wachsen zu lassen. Auf die Bergkuppen aus Siliziumdioxid legten sich die Röhrchen in vertikaler Richtung, an den Hängen der Berge wuchsen sie in die Horizontale. Auf diese Weise entstanden bizarre Muster, die teils an Blümchen auf einer Wiese erinnerten.
Im Schnitt wuchsen die Strukturen mit dem Verfahren um zehn Mikrometer pro Minute. Je kürzer die Zeit, die der Dampf auf die geätzte Platte einwirkte, desto kleiner wurden die Säulen oder Blümchen.





