Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom
Wer einen Vertrag bei einem Ökostromanbieter abschließt, bekommt trotzdem einen Strommix aus der Steckdose. Reiner „grüner“ Strom fließt nicht in die Haushalte. Gleichwohl lautet die Vereinbarung mit den Stromanbieter, dass Kunden Strom kaufen, der zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammt. Auch der Kunde, der bei einem konventionellen Stromanbieter einen Vertrag im Tarifbereich „Öko“ abschließt, erhält denselben Strommix aus der Steckdose, wie der Kunde des reinen Ökostromanbieters. Warum ist es dennoch besser, Strom von einem unkonventionellen, alternativen Anbieter zu beziehen?
Die Aktivitäten des Stromanbieters sind entscheidend
Der Unterschied besteht nicht im Strom, der aus der Steckdose kommt, sondern er besteht darin, ob und in welchem Maße ein Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreibt. Ein Ökostromanbieter, der in den Ausbau von Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie investiert und somit nachhaltig erzeugten Strom ins Stromnetz einspeist, reduziert den CO2 Ausstoß und bremst damit den Klimawandel. Ein solcher Ökostromanbieter ist „echt öko“ – wobei der Begriff rechtlich nicht geschützt ist.
Ob ein Anbieter tatsächlich nachhaltig produzierten Strom ins Stromnetz einspeist, können Verbraucher prüfen. Auf den Websites der Stromlieferanten sind entsprechende Hinweise zu finden. So stellt man beispielsweise auf der Website von stromdiskont.at fest, dass dahinter der zweitgrößte Alternativanbieter Österreichs steckt – die ENAMO Ökostrom GmbH. Wer hier Ökostrom zu günstigen Preisen bezieht unterstützt den aktiven Ausbau erneuerbarer Energien. Die nachhaltige Stromaufbringung schlägt sich im Versorgermix nieder: Hauptsächlich stammt der Strom aus Wasserkraft (rund 85 Prozent), zu kleineren Teilen aus Windenergie, Fotovoltaik, Biomasse und sonstigen regenerierbaren Energiequellen.
Konventionelle Stromanbieter
Ein konventioneller Anbieter, der unter anderem auch einen grünen Stromtarif anbietet und ihn zum Beispiel mit dem ungeschützten Begriff „Öko“ labelt, verhält sich in punkto Investitionen meistens anders. Es gibt natürlich Ausnahmen, doch in der Regel investiert ein konventioneller Stromanbieter beispielsweise in Kohlestrom und speist entsprechend auch Kohlestrom ins Stromnetz ein. Kohlestrom belastet die Umwelt in mehrfacher Hinsicht:





