Um ihre Harze zu testeten, köderten die Forscher Kakerlaken mit Apfelstücken, welche die Tiere nur erreichen konnten, wenn sie Glasstäbe mit unterschiedlichen Beschichtungen hochkletterten. Während dies für die Kakerlaken zum Beispiel bei teflonbeschichteten Stäben kein Problem war, fanden sie an den mit Polyimid-Harzen beschichteten Stäben keinen Halt. Diese Entdeckung könnte die Basis für die Entwicklung von neuen Hilfsmitteln zur Insektenbekämpfung sein, denn die Harze haben noch eine weitere vorteilhafte Eigenschaft, erklären die Forscher: ?Das dem Leim entzogene Wasser verdampft schnell ? so ist das Harz immer wieder wirksam und muss nicht ständig ersetzt werden. Das ist weit kostengünstiger und umweltverträglicher als konventionelle Methoden zur Insektenbekämpfungen?, erklärt der Zoologe Jan-Henning Dirks von der Universität Cambridge, dessen Team die Polyimid-Harze entwickelt hat.
Die neue Technologie schlage vorerst aber nur bestimmte Insekten in die Flucht, zum Beispiel die getesteten Kakerlaken, schränkt Dirks ein. Die Taktik dieser Tiere besteht darin, die Reibung zwischen einer Oberfläche und ihrem Körper mit ihrem Leim zu erhöhen und so ein Abrutschen zu vermeiden. Im Gegensatz dazu setzten andere Arten auf physikalische Wechselwirkungen ? sie können auch auf den Harzen haften.





