von REINHARD BREUER
Es ist wohl das bizarrste Autorennen der Welt. Beim „Nanocar Race“ traten im März 2022 acht Forscherteams gegeneinander an – mit winzigen Fahrzeugen, die nur aus wenigen Atomen oder Molekülen bestanden. Auch ein deutsches Team von der Technischen Universität (TU) Dresden war auf der kleinsten Rennstrecke der Welt unterwegs. Als Sieger rollten jedoch zwei Nanovehikel durchs Ziel, die von Forschergruppen aus Spanien und Schweden beziehungsweise aus Japan gebaut worden waren. Sie hatten auf dem Parcours aus blankem Gold in 54 Runden ungefähr einen Mikrometer zurückgelegt – mit einer Spitzengeschwindigkeit von gerade einmal einigen Hundert Nanometern, also tausendstel Millimetern, pro Stunde. In einem Jahr hätte ein solches Molekülauto damit rein rechnerisch nicht einmal zehn Millimeter zurückgelegt.





