Besonders interessant für die Forscher war dabei der ungewöhnlich hohe Anteil organischen Materials, den die Proben aus dem frühen Aptium vor etwa 120 Millionen Jahren aufwiesen. Die Zusammensetzung zeigte, dass sich in dieser Periode der Kohlenstoffkreislauf und die Verarbeitung des Stickstoffs durch Meeresmikroben veränderten und es gleichzeitig starke Temperaturschwankungen gab. So variierte die Wassertemperatur an der Oberfläche zwischen 30 und 36 Grad Celsius, wobei es zwei ausgeprägte Abkühlphasen mit Temperaturabfällen von ungefähr vier Grad gegeben haben muss.
Auch eine frühere Studie im Atlantischen Ozean hatte schon auf Klimaschwankungen im Aptium hingedeutet, berichten die Forscher. Die neuen Ergebnisse zeigten nun, dass es sich dabei nicht um ein regionales Phänomen gehandelt habe, sondern um ein globales. Nach Ansicht von Studienleiter Brassell ist diese Entdeckung wichtig für die aktuelle Klimadebatte: “Wenn es derartig große, systemimmanente Schwankungen gibt, wie immer mehr paläoklimatische Studien zeigen, könnte das die Vorhersage der klimatischen Zukunft der Erde noch schwieriger machen, als sie es sowieso schon ist”, erklärt er.




