Keine blutige Angelegenheit
Der Bohrer nach Wespen-Art könnte etwa für Chirurgen bei Hüftgelenksoperationen nützlich sein. Denn die arbeiten bislang beim Einsetzen einer Hüftprothese aufwendig mit der Hand und großen Raspeln – eine blutige Angelegenheit. Das bionische Gerät aus dem Fraunhofer-Labor würden sie deutlich schneller und präziser ans Ziel führen.
Daneben haben Oliver Schwarz und seine Forscherkollegen aus unterschiedlichen Disziplinen etliche andere medizinische Innovationen kreiert, die auf Vorbildern aus der Natur basieren. Zum Beispiel eine Knochenstanze, die vom Schluckmechanismus der Anakonda und den Reißzähnen von Raubtieren abgekupfert ist: Bei einer Wirbelsäulenoperation wäre sie besonders schonend für den Patienten.
Oder eine Prothese nach Art des Straußenbeins: Sie kann Menschen mit amputiertem Unterschenkel zu wahren Sprintern machen. Und damit ist der Vorrat an Ideen noch längst nicht erschöpft, wie Schwarz beim Blick in die Natur immer wieder auffällt. Einziges Manko: Bisher ließ sich kein Unternehmen finden, das seine Erfindungen in Produkte überführen will. Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.





