Bisher weniger untersucht ist der Papageno-Effekt. In Wolfgang Amadeus Mozarts Oper “Die Zauberflöte” (1791) trägt sich der Vogelfänger Papageno mit Selbstmordgedanken, als er den Verlust seiner Geliebten Papagena befürchtet. Doch es gelingt ihm, die kritische Situation mit Hilfe von außen zu meistern. Übertragen auf die mediale Berichterstattung heißt das: Es kommt weniger auf das konkrete Ereignis an als vielmehr auf den Umgang damit. Berichte über Menschen, die eine schwere Krise überwunden haben, sowie Hinweise auf Hilfsangebote können präventiv wirken. Belege dafür lieferte 2010 die Forschergruppe um Thomas Niederkrotenthaler vom Zentrum für Public Health an der Medizinischen Universität Wien.





