Im Streit um ein einheitliches Format für den Nachfolger der DVD (Digital Versatile Disc) haben sich die japanischen Elektronikriesen Sony und Toshiba nicht einigen können. Sony hat den Blu-ray-Standard entwickelt, während Toshiba auf das HD-DVD-Format (High Density-DVD) setzt.
Ein Blu-ray-Silberling kann bis zu 50, eine HD-DVD bis zu 20 Gigabyte an Daten speichern. Herkömmliche DVDs haben eine maximale Kapazität von 8,5 Gigabyte. Um die Verbraucher nicht zu verwirren, wollten Sony und Toshiba die neuen Formate ursprünglich zu einem Standard zusammenführen, doch bei den Verhandlungen war keine Seite zu Zugeständnissen bereit. Jetzt sollen Blu-ray und HD-DVD Mitte bis Ende nächsten Jahres getrennt auf dem Markt eingeführt werden. Normale DVD-Spieler kommen mit den neuen Formaten nicht zurecht. Wann und ob es Player geben wird, die alle Standards beherrschen, ist noch unklar.
Eine ähnliche Auseinandersetzung hatte es schon einmal in den Siebzigerjahren gegeben: Damals konkurrierten bei Videokassetten die Formate Betamax und VHS. Die Betamax-Kassette zog dabei schließlich den Kürzeren.





