von TIM SCHRÖDER
Normalerweise lässt der Leuchtturm „Alte Weser“ weiße, rote und grüne Lichtstrahlen über die Deutsche Bucht streichen, um Schiffen den Weg nach Bremerhaven zu weisen. Seit etwa zwei Jahren aber schießt er auch unsichtbare Laserpulse in den Himmel. Rund um die Uhr scannt er den Himmel ab. Nicht etwa, um große Schiffe oder Flugobjekte aufzuspüren. Der Laser auf dem Dach des Leuchtturms hat die Aufgabe, die Geschwindigkeit der Luftmassen zu messen, die von der Nordsee herbeiströmen. Bis zu 14 Kilometer weit reichen die Laserstrahlen. Sie werden von Wassertröpfchen, Rußpartikeln und Pollen zurückgestreut, die der Wind mit sich trägt. Aus ihrer Bewegung lässt sich errechnen, wie schnell die Luft zieht.





