In den USA sterben jährlich etwa 100 Menschen durch einen Blitzschlag, rund 500 werden verletzt. Das schätzen die Forscher des National Severe Storms Laboratory in Norman (Oklahoma). Zumindest die Besucher von Baseballspielen und Freiluftkonzerten will Doug Palmer, Gründer des Unternehmens BoltBlocker, künftig mit mobilen Blitzableitern vor der himmlischen Gefahr schützen. Dazu, so die Idee des findigen Ingenieurs, sollen rund um die Sportarenen Wasserkanonen aufgestellt werden, die mit Überschallgeschwindigkeit einen Strahl rund 300 Meter hoch in die Luft spritzen können. Der Wasserstrahl ist etwa einen Zentimeter dick und besteht aus einer elektrisch leitfähigen Salzlösung. Brauen sich über dem Gelände Gewitterwolken zusammen, registrieren Sensoren die sich aufbauende Ladung. Bevor es zu einem Blitzschlag kommt, werden die Düsen der Kanone auf die Wolke gerichtet. Da sie geerdet sind, fließt die elektrische Ladung der Wolke über den Wasserstrahl ab. Im Juni will Palmer seine Entwicklung erstmals testen.
Hans Groth





