von KATJA MARIA ENGEL
Künftig soll klimaschonend erzeugter, „grüner“ Wasserstoff durch ehemalige Erdgasleitungen strömen. Noch vor einigen Jahren bereiteten diese Pläne den Ingenieuren Kopfzerbrechen. Wasserstoff dringe in das Metall der Leitungsrohre ein, weite vorhandene Risse auf und führe zu einer gefährlichen Versprödung, hieß es. Die Rohre könnten aufreißen und das Gas unkontrolliert ausströmen, so die Befürchtung. Überhaupt: Wenn das leichte Gas durch Erdgasleitungen strömen sollte, dann nur als Beimischung mit einem Anteil von maximal 10 bis 20 Prozent. Doch inzwischen sagen die Gasnetzbetreiber: Wir sind „H2-ready“ – also bereit für den Betrieb mit Wasserstoff. Auch die Betreiber der regionalen Ortsnetze haben kaum noch Bedenken, nicht einmal gegen 100 Prozent Wasserstoff in den Rohren. Unterstützung für ihren Optimismus bekommen sie aus der Wissenschaft. Allerdings: Nicht überall ist die Umstellung so einfach.





