Und auch die Gaswolke rund um dieses Schwarze Loch ist beeindruckend: Sie enthielt eine Wassermenge mit einer Masse, die der von 100.000 Sonnen oder 34 Milliarden Erden entspricht. Das sei mit Abstand das größte Wasserreservoir, das jemals im Weltraum beobachtet wurde, schreiben die Forscher. Zwar gebe es auch anderswo Wasser, unter anderem auch in der Milchstraße, dort liegt ein großer Teil jedoch in Form von Eis vor. Die Menge an Wasserdampf in unserer Galaxie ist um einen Faktor 4.000 kleiner ist als die bei APM 08279+5255.
Die Wellenlängen der Strahlung, die die Wissenschaftler analysiert haben, liegen im Millimeterbereich und damit im Spektrum zwischen Infrarotstrahlung und Mikrowellen. Sie lässt eine ganze Reihe von Rückschlüssen auf die Eigenschaften des Wasserdampfs und der anderen Gase in der Wolke zu. So scheint das Gas mit minus 53 Grad Celsius beispielsweise ungewöhnlich warm gewesen zu sein – fünfmal wärmer als eine durchschnittliche Wolke innerhalb einer Galaxie, sagen die Astronomen. Auch war sie sehr dicht, vermutlich einen Faktor 10 bis 100 dichter als üblich. Offenbar wurde das Gas von Infrarot- und Röntgenstrahlung aufgeheizt.
Insgesamt war so viel Gas vorhanden, dass das bereits zum jetzt beobachteten Zeitpunkt gigantische Schwarze Loch genügend Futter hatte, um auf das Sechsfache seiner aktuellen Größe anzuwachsen. Dazu müsste es allerdings das gesamte Material verschluckt haben. Ob das tatsächlich geschah, könne man im Moment nicht sagen, kommentieren die Forscher – es könnte auch sein, dass sich aus Teilen des Gases Sterne gebildet haben oder Materie in die weitere Umgebung hinausgeblasen wurde. Neue, bessere Teleskope und Instrumente sollen nun helfen, das Gas noch genauer zu analysieren.




