Solarstrom ist auch bei uns etabliert: Trotz mitteleuropäischer Wetterverhältnisse hat sich die Photovoltaik als lohnend erwiesen. Doch auf Fahrzeugen galten Solarmodule bislang eher als experimentelle Spielerei. Zwar haben Forschende bereits Solarmodule entwickelt, die in die Karosserie integriert sind und ihren Strom direkt in das elektrische Netz des Fahrzeugs einspeisen. Ob sich dies lohnt, war jedoch strittig.
Gleichzeitig steigt die Zahl der Elektrofahrzeuge und führt zu neuen Herausforderungen: „Der Wandel zu einem emissionsfreien Verkehr in Europa steht vor einem kritischen Engpass: dem Stromnetz. Wenn Millionen von Fahrzeugen von fossilen Brennstoffen auf Elektrobatterien umsteigen, steigt die Nachfrage nach Strom und Ladeinfrastruktur enorm“, heißt es im Bericht des europäischen Pilotprojekts „SolarMoves“.

Praxistests über 1,3 Millionen Kilometer
Ob die ins Fahrzeug integrierte Photovoltaik (VIPV) dafür eine Lösung sein könnte und ob sich diese Solartechnik auch in Mitteleuropa lohnt, hat das Projekt jetzt untersucht. „Die Studie analysierte Daten von 23 unterschiedlichen Fahrzeugtypen – von kompakten Stadtautos bis hin zu schweren Lastkraftwagen – und kombinierte detaillierte Fahrzeug- und Fahrprofile mit Wettersatellitendaten“, erklärt Projektmitarbeiter Christian Braun vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.
Zusätzlich führten die Forschenden umfangreiche Praxistests in Madrid und Amsterdam durch. „Dafür wurden die Fahrzeuge mit Sensoren ausgestattet und Messdaten von 1,3 Millionen gefahrenen Kilometern ausgewertet“, so Braun.






