Während gewöhnliche Supraleiter nur bei Temperaturen in der Umgebung des absoluten Nullpunkts ihren elektrischen Widerstand verlieren, ist dies bei den Mitte der 80er Jahre entdeckten Hochtemperatursupraleitern schon bei etwa Temperaturen ab 100 Kelvin oberhalb des Nullpunkts der Fall. Sie müssen daher nur mit flüssigem Stickstoff anstelle von flüssigem Helium gekühlt werden, was die Betriebskosten um mehrere Größenordnungen herabsetzt.
Ein Problem bei der Verarbeitung von Hochtemperatursupraleitern zu Kabeln bestand bisher in dem Auftreten von Körnern an der Schnittstelle mit anderen Materialien. Dies setzt dem Fluss von Elektronen einen Widerstand entgegen und erhöht zudem auch die Anfälligkeit der Supraleitung für störende Magnetfelder.
Die Entwickler von American Superconductors haben dieses Problem nun durch die Herstellung von schleifenförmigen Gebilden aus Kupferoxidsupraleitern gelöst, die sich leicht zu Kabeln verarbeiten lassen. Weitere Details sind allerdings aus patentrechtlichen Gründen bisher nicht bekannt.





