Die Serienproduktion von Wasserstoff- Brennstoffzellen als Energiealternative zu Diesel, Benzin oder Elektroantrieb wird es nach Angaben des Volkswagenkonzerns frühestens in 15 bis 20 Jahren geben. “Die Brennstoffzelle selbst ist derzeit noch teurer als ein ganzes Auto”, sagte Ulrich Eichhorn, Leiter der Volkswagen-Konzernforschung am Donnerstag bei der Präsentation des VW-Umweltberichts in Berlin. Auch Wasserstoff als Treibstoff sei mit Literpreisen über drei DM noch zu teuer für einen breiten Kundenkreis.
Als realistischer bezeichnete Eichhorn die Einführung eines umweltfreundlichen Dieselkraftstoffs, der aus Biomasse gewonnen wird. Ab 2003 würden Pilot-Phasen beginnen. Das so genannte “Sunfuel”, das bisher nur in Laboren produziert wird, kann nach Schätzungen des Forschungschefs später 10 bis 40 Prozent des Dieselbedarfs decken.
Bis Alternativen zu Diesel und Benzin zur Verfügung stehen, will VW laut Umweltbericht auf die Reduzierung von Emissionen und Kraftstoffverbrauch bei konventionellen Motoren setzen. Bis zum Jahr 2008 will der Konzern den durchschnittlichen Kohlendioxidausstoß auf 140 Gramm pro Kilometer senken.
“Nach dem Drei-Liter-Lupo von 1999 wird auch das Ein-Liter-Auto kommen”, sagte Eichhorn. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er nicht. Vom umweltfreundlichen aber auch teureren Drei-Liter-“Lupo” hat VW bisher 17.000 Stück verkauft. Damit sei die Planzahl erfüllt, sagte Eichhorn. Zur Zeit liegt der gesamte VW-Flottenverbrauch nach Konzernangeben bei 6,4 Liter auf 100 Kilometern und einem Kohlendioxidausstoß von 161 Gramm pro Kilometer.
dpa