Zusammen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) am Standort Bremen und dem Institut für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat das Marum das Institut „Martech” gegründet. Zwischen Weltraumtechnik und Meeresforschung gibt es viele Synergien, sagt DFKI-Direktor Frank Kirchner: vor allem bei der Elektronik. Die wollen die Forscher nutzen. Das erste gemeinsame Baby wächst bereits heran: ein halbautonomer Unterwasserroboter, der nicht nur durchs Wasser gleiten, sondern auch im Wasser auf der Stelle stehen und arbeiten kann. Gesteuert wird er über ein dünnes Glasfaserkabel – in bis zu 3000 Meter Tiefe. Gerold Wefer schätzt, dass die Martech-Wissenschaftler bis 2013 einen ersten Prototyp gebaut haben werden. In der Entwicklung ist zudem ein intelligenter Greifarm, Projektname „Seagrip”. „Wir wollen weg von der optischen Wahrnehmung – bei einem Ölaustritt in der Tiefsee zum Beispiel sieht man sowieso nichts. Man kann sich auch mit Greifen und Tasten ein Bild machen”, sagt Kirchner. Seagrip hat 876 Tastsensoren und ist nur eineinhalb Mal so groß wie eine menschliche Hand.





