alles zusammen, was Zoo-, Bio-, Anthropo- und Psychologen, Mediziner, Philosophen, Statistiker und (meist amerikanische) Verhaltensforscher zur Sache zu sagen haben. Zweitens räumt er bei dieser Gelegenheit mit volkstümlichen Mythen wie G-Punkt und vaginalem Orgasmus auf. Drittens bewältigt er das delikate Terrain in einer erfrischend unaufgeregten und ironischen Tonlage, die nicht selbstverständlich ist, wenn es um Sex geht.
Im Gegensatz zur einschlägigen Fachliteratur, die sich gewöhnlich staubtrocken und höchst distanziert dem Gegenstand nähert, paaren sich hier seriöse Information und lockerer Stil zu einem Werk, das Leselust bereitet und nebenbei noch einiges an Nutzwert für die Praxis zu bieten hat. Wer schon immer wissen wollte, was beim Sex im Kopf und den darunter liegenden Stockwerken vor sich geht und wozu das Ganze gut ist, warum es manchmal klappt und manchmal nicht, der dürfte nach rund 300 unterhaltsamen Seiten hoch befriedigt sein.
Hans Schmidt




