Eine Branche hat unter der globalen Wirtschaftskrise nicht gelitten: Die Versender von Spam-Nachrichten füllten die Postfächer der E-Mail-Empfänger im ersten Halbjahr 2009 unverändert eifrig mit elektronischem Müll. Der Anteil von Spam an den weltweit versendeten E-Mails zwischen Januar und Juni 2009 betrug im Schnitt 85,5 Prozent, wie eine Analyse des russischen Sicherheitssoftware-Herstellers Kaspersky Lab ergab. Allerdings: Der Anteil der Müll-Mails, die von PCs in den Spam-Hochburgen USA und Russland ausgingen, war gesunken. Dagegen hatte der Spam-Verkehr aus Südamerika und Asien zugenommen. Pillen, Salben und andere Mittelchen führen die Liste der verschickten Offerten an: 22,1 Prozent der Spam-Mails warben im ersten Halbjahr 2009 für Medizinprodukte. Jede neunte Spam-Mail beförderte sexuelle Inhalte. Auch wenn die Flut an unerwünschter Post für viele E-Mail-Nutzer nervig ist – die meisten Spam-Nachrichten sind harmlos: Nur jede 100. Mail hatte schädliche Anhänge wie Viren oder Würmer im Gepäck oder enthielt Links auf Phishing-Webseiten, um etwa Kontodaten auszuspähen.





