DIE ÄRA DER VIDEOREKORDER geht langsam, aber sicher zu Ende. Sie werden zunehmend von DVD-Rekordern verdrängt, die noch mehr Funktionen haben und eine deutlich bessere Bildqualität bieten. Zudem nimmt der kleine Silberling im Regal viel weniger Platz in Anspruch als eine Videokassette.
Mit dem RDR-HX900 bietet Sony jetzt einen DVD-Rekorder an, der zusätzlich eine integrierte Festplatte mit einer Kapazität von 160 Gigabyte besitzt. Das reicht, um in der niedrigsten von sechs möglichen Qualitätsstufen über 200 Stunden Filmmaterial zu speichern. In der höchsten Qualitätsstufe sind es immerhin noch 33 Stunden.
Angeschlossen wird das Gerät wie ein herkömmlicher Videorekorder. Ein Knopfdruck auf die Fernbedienung genügt und der RDR-HX900 nimmt innerhalb von 15 Minuten automatisch alle nötigen Einstellungen vor. Nachbesserungen können jederzeit manuell vorgenommen werden, unterstützt durch das animierte und leicht verständliche Bildschirm-Menü. Bei der Aufnahme kann man zwischen Festplatte und DVD wählen. Dabei ist der Sony-Rekorder eines der wenigen Geräte, die sowohl DVD-R/RW als auch DVD+R/RW akzeptieren. Vorteil für den Verbraucher: Er kann sich beim Einkauf die günstigsten Rohlinge aussuchen, ohne auf das Format achten zu müssen. Ansonsten spielt der RDR-HX900 auch noch Audio- und MP3-CDs ab, Photo-CDs werden nicht unterstützt.
Speichert man einen Film auf der Festplatte, besteht die Möglichkeit ihn zu bearbeiten, etwa um unerwünschte Werbung zu entfernen. Danach kann der Streifen intern auf eine DVD gebrannt werden. Außerdem kann man ein externes Gerät wie einen VHS-Videorekorder anschließen, um so Videos auf DVD zu archivieren. Doch Vorsicht: Auf einigen älteren DVD-Spielern können die vom Sony gebrannten Scheiben nicht wiedergegeben werden. Insgesamt überzeugt der Rekorder: Bild-, Ton- und Verarbeitungsqualität stimmen. Der empfohlene Verkaufspreis für den RDR-HX900 liegt laut Sony bei 1000 Euro, in manchen Internetshops ist er auch schon für rund 580 Euro zu haben. Hans Groth





