Das klassische Ziel: Schützen und haltbar machen
Einst wurde Verpackung mit dem Ziel hergestellt, Produkte zu schützen und gegebenenfalls länger haltbar zu machen. Während der Schutzfaktor bei nahezu jedem zerbrechlichen und nicht festen Produkt eine wichtige Rolle spielt, ist die Haltbarkeit oft auf ein bestimmtes Produktsortiment wie Lebensmittel und bestimmte Flüssigkeiten oder Cremes beschränkt. Durch die Verpackung wird in erster Linie für die Transportsicherheit gesorgt. Wenn Waren aus den Fabriken in die Zentralläger der Einzelhändler oder in die Versandhäuser der Onlineshops geliefert werden, müssen sie in einem einwandfreien Zustand ankommen. Auch die Lieferung bis zum Endkunden muss ohne Schäden vonstattengehen, damit es zu keinen Reklamationen und Retouren kommt. Möglich machen dies je nach Produkt Hartplastik- oder Pappkartonverpackungen. Doch auch weiches Plastik in Form von Luftpolsterfolie oder Papier in Form von sicheren Unterlagen und als Füllmaterial für Zwischenräume haben in der Verpackung einen hohen Stellenwert.
Flexibilität muss her – die Wissenschaft ist gefragt
Was am Ende des Tages unbeachtet im Müll landet, wurde oft über Jahre hinweg optimiert und entwickelt. Die Verpackung hat sich im Laufe der Jahrzehnte massiv weiterentwickelt. Dahinter steckt natürlich auch wissenschaftliche Forschung hinsichtlich der Materialien und deren Flexibilität. Finanziert werden Forschungen meist von führenden Unternehmen selbst. Diese erhoffen sich aufgrund neuester Fortschritte eine Sonderposition auf dem Markt. Denn Verpackung muss nicht nur günstig und gleichzeitig besonders schützend sein – es braucht auch noch eine enorme Flexibilität. Dadurch, dass nahezu jedes Produkt verpackt werden muss, braucht es individuelle Lösungen auf dem Markt. Denn die Verpackung spielt bei der Kaufentscheidung oft eine wesentliche Rolle. Sie kann anregend sein oder potenzielle Kunden neugierig machen. Gleichzeitig ist sie oft auch ein erster Indikator für die Qualität des Gesamtproduktes. Während sich die Forschung im Bereich der Verpackung in den letzten Jahrzehnten vor allem hinsichtlich der Effektivität konzentriert hat, ist bereits seit längerem ein Trend in die Richtung der Nachhaltigkeit spürbar. Huhtamaki hat auf der interpack 2023 ein vollständig recycelbares blueloopTM Portfolio vorgestellt, das auf Monomaterial-Verpackungen und Papierlösungen basiert. Aufgrund des Papieranteils von 90 % sollen in Kombination mit einer extrem hohen Schutzfunktion die Fremdstoffe in der Verpackung deutlich reduziert, gleichzeitig aber auch deren Vorteile beibehalten werden.
Jede Hürde ist zu meistern
Die Verpackungsindustrie ist ein gutes Beispiel dafür, dass jede Hürde zu meistern ist. Im Laufe der Zeit stand sie bereits vor zahlreichen Herausforderungen. Es ist kein Zufall, dass millimeterdünne Plastikfolie Produkte auf Paletten halten und verpackte Lebensmittel besonders einfach zu öffnen sind. Dahinter steht ausgefeilte Technik, die zum Teil intensiv in unternehmenseigenen Laboren entwickelt und erforscht wurde. Während einige Materialien sich bereits gut recyceln lassen, stellen andere Verpackungsprodukte die gesamte Branche noch vor eine große Aufgabe. Glas beispielsweise gilt längst als nachhaltige Verpackung und auch Aluminium sowie Papier haben sich auf den ersten Blick einen halbwegs guten Ruf verschaffen. Mehrschichtige Verpackungen aus verschiedenen Materialien hingegen stellten bis jetzt nach wie vor ein großes Problem dar. Durch den 90-prozentigen Papieranteil des neu vorgestellten Huhtamaki-Produktes könnte sich dieses Problem in den nächsten Jahren aber immer weiter von selbst lösen.





