Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Astronomie & Physik/Artikel
Uralt-Begleiter der Andromedagalaxie entdeckt
Astronomie & Physik

Uralt-Begleiter der Andromedagalaxie entdeckt

Diese mit dem Gran Telescopio Canarias erstellte Aufnahme zeigt die neuentdeckte sternenarme Zwerggalaxie der Andromedagalaxie. · Foto: © Sakowska et al./ Astronomy & Astrophysics, CC-by 4.0

Dunkler Zwerg: Astronomen haben eine zuvor unerkannte Begleitgalaxie unseres galaktischen Nachbarn Andromeda entdeckt. Die neuentdeckte Zwerggalaxie ist extrem klein und sternarm – nur 46 ihrer Sterne sind bislang erkennbar. Sie gehört damit zu den kleinsten bekannten ultra-lichtschwachen Galaxien, wie das Team erklärt. Mit einem Alter von rund 12,5 Milliarden Jahren ist die Andromeda XXXVI getaufte Galaxie zudem ein echter Methusalem.
Autor
Nadja Podbregar
01. Juli 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Astronomie & Physik

Galaxien wie die Milchstraße oder die Andromedagalaxie (M31) sind nicht allein: An ihrem Außenrand kreisen zahlreiche Zwerggalaxien. Sie wurden von der Gravitation der größeren Galaxien eingefangen und zu Trabanten gemacht. Diese kleineren Sternansammlungen gelten zudem als Bausteine der Galaxienentwicklung und fossile Überreste der ersten Galaxien. Aus solchen galaktischen Zwergen könnten durch Verschmelzung die ersten größeren Galaxien entstanden sein.

Für Astronomen besonders spannend sind Satellitengalaxien, die sehr alt und sternarm sind. Solche ultra-lichtschwachen Zwerggalaxien enthalten einen hohen Anteil Dunkler Materie und bieten damit die Chance, auch Modelle dieser exotischen Materieform zu überprüfen.

Fahndung nach ultra-lichtschwachen Andromeda-Begleitern

Jetzt gibt es Neuzuwachs bei den ultra-lichtschwachen Zwerggalaxien der Andromedagalaxie – der nur 2,5 Millionen Lichtjahre entfernten Spiralgalaxie-Nachbarin der Milchstraße. „Derzeit kennen wir etwa 40 Zwerg-Satellitengalaxien um Andromeda, von denen nur etwa 15 als extrem lichtschwach eingestuft werden“, erklärt Erstautorin Joanna Sakowska vom Institut für Astrophysik in Andalusien (IAA-CSIC).

Astronomen vermuten schon länger, dass es noch mehr solcher lichtschwachen Zwerge um M31 geben muss. Daher haben sie unsere Nachbargalaxie schon vor einigen Jahren mit dem Canada-France-Hawaii Telescope (CFHT) auf Hawaii genauer ins Visier genommen. Tatsächlich half dieser „Pan-Andromeda Archaeological Survey“ (PAndAS) dabei, einige neue Zwerggalaxien von Andromeda aufzuspüren. „Um noch mehr M31-Satelliten zu finden, haben wir nun eine visuelle Suchkampagne mit Archivdaten von PAndAS durchgeführt“, berichten Sakowska und ihr Team. Dabei halfen Freiwillige, die Aufnahmen des Teleskops auszuwerten.

Zwerggalaxien um Andromeda

Lage bekannter Zwerggalaxien der Andromedagalaxie (M31). In Rot die neuentdeckte ultra-lichtschwache Zwerggalaxie Andromeda XXXVI (A36). — © Sakowska et al./ Astronomy & Astrophysics, CC-by 4.0

Mit Erfolg: Der Astrofotograf und Amateurastronom Giuseppe Donatiello stieß bei seiner Durchsicht der PAndAS-Aufnahmen auf eine zunächst nur schwach erkennbare Häufung von Sternen an einer Stelle der Andromedagalaxie. Die Astronomen um Sakowska untersuchten dieses diffuse Gebilde daraufhin mithilfe des Gran Telescopio Canarias (GTC) noch einmal genauer.

12,5 Milliarden Jahre alt und nur 46 Sterne

Es zeigte sich: Bei dem diffusen Gebilde handelt es sich um eine sehr kleine, ultra-lichtschwache Zwerggalaxie. Die Andromeda XXXVI (A36) getaufte Sternansammlung ist nur rund 200 Lichtjahre groß und hat die Leuchtkraft von rund 19.000 Sonnen. Das Team konnte bisher nur 46 einzelne Sterne erkennen. „Andromeda XXXVI ist damit wahrscheinlich eine der lichtschwächsten bisher entdeckten M31-Zwerggalaxien, ihre Merkmale ordnen sie klar den ultra-lichtschwachen Zwergen zu“, schreiben die Astronomen.

Ebenfalls auffällig: Die Sterne dieser Zwerggalaxie enthalten nur geringe Anteile von Elementen schwerer als Wasserstoff und Helium, wie Spektraldaten verrieten. Eine solche geringe Metallizität deutet darauf hin, dass Andromeda XXXVI sehr urtümlich ist und schon im frühen Kosmos entstanden sein muss. „And XXXVI ist wahrscheinlich eine extrem alte Galaxie mit einem Alter von etwa 12,5 Milliarden Jahren“, berichtet Sakowska. Damit ist die Neuentdeckung ein galaktisches Fossil – ein Relikt aus der Phase der Reionisierung.

„Nur die Spitze eines Eisbergs“

Die neuentdeckte Zwerggalaxie ist daher ein weiteres Puzzlestück beim Enträtseln der kosmischen und galaktischen Geschichte. „Jede neu entdeckte ultra-lichtschwache Zwerggalaxie hilft uns dabei, die Grenzen der Galaxienbildung auszuloten und unsere kosmologischen Modelle auf die Probe zu stellen,“ sagt Co-Autorin Isabel Santos-Santos vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP). Um Entfernung, Alter und chemische Zusammensetzung von Andromeda XXXVI genauer zu bestimmen, soll die Zwerggalaxie nun mit Weltraumteleskopen wie Hubble untersucht werden.

Nach Ansicht der Astronomen ist der Neuzugang Andromeda XXXVI aber nur die Spitze eines ganzen Eisbergs noch unerkannter Satelliten um Andromedagalaxie, Milchstraße und andere größere Galaxien: „Im Rahmen des kosmologischen Standardmodells erwarten wir, dass Galaxien wie Andromeda von Hunderten solcher Begleiter umgeben sind – doch viele von ihnen sind aufgrund ihrer geringen Helligkeit bisher verborgen“, erklärt Santos-Santos.

Quelle: Joanna Sakowska (Instituto de Astrofísica de Andalucía (CSIC), Granada) et al., Astronomy & Astrophysics, 2026; doi: 10.1051/0004-6361/202660151

AndromedagalaxieAstronomieGalaxienlichtschwache GalaxieSatellitengalaxieZwerggalaxie
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Astronomie & Physik

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Astronomie & Physik.

Alle Astronomie & Physik-Artikel
Freitag früh: Mondfinsternis kurz vor Sonnenaufgang
Astronomie & Physik

Freitag früh: Mondfinsternis kurz vor Sonnenaufgang

27. August 2026

Himmelsschauspiel: Freitag früh kurz vor Sonnenaufgang gibt es eine tiefe partielle Mondfinsternis: Der Erdschatten wird den Mond zu rund 93 Prozent verdecken.

Plutos Atmosphäre wird immer dünner
Astronomie & Physik

Plutos Atmosphäre wird immer dünner

27. August 2026

Der Zwergplanet Pluto entfernt sich zurzeit von der Sonne. Das hat Folgen: Seine Atmosphäre wird seit 2021 immer dünner. Wird sie kollabieren?

Könnten irdische Mikroben auf dem Mond überleben?
Astronomie & Physik

Könnten irdische Mikroben auf dem Mond überleben?

26. August 2026

Von wegen steril: Wenn Astronauten demnächst am lunaren Südpol landen, könnten von ihnen eingeschleppte Mikroben dort überleben – zumindest einige Tage lang.

Erstes Trio massereicher Schwarzer Löcher in früher Galaxie entdeckt
Astronomie & Physik

Erstes Trio massereicher Schwarzer Löcher in früher Galaxie entdeckt

24. August 2026

Astronomen haben eine frühe Galaxie mit drei aktiven massereichen Schwarzen Löchern entdeckt – es ist der erste Nachweis eines solchen Trios im frühen Kosmos.

← Zurück zu Astronomie & PhysikZur Startseite