Tatsächlich erscheinen unterirdische Kabel gegenüber Freilandleitungen zunächst attraktiv, denn das Landschaftsbild wird nicht beeinträchtigt. Allerdings: Der Verlauf von Erdkabeln – etwa durch einen Wald – ist trotzdem deutlich erkennbar, denn über den Leitungen dürfen keine Bäume oder größere Sträucher mehr wachsen, da deren Wurzeln zu Beschädigungen führen können. Dazu kommt, dass die entstehende Wärme der elektrischen Leitungen unter der Erde nicht so schnell entweichen kann wie bei Freilandkabeln, was die Übertragungskapazität einschränkt. Ein weiterer wichtiger Faktor, der gegen Erdkabel spricht, sind die Kosten die beim Vergraben anfallen. Sie können bis zu zehn Mal höher sein als beim Verlegen von Freilandleitungen. Etwa eine Million Euro kann ein Kilometer Erdkabel kosten. Der Grund dafür sind wechselnde Erdbeschaffenheiten und vor allem der enorme technische Aufwand der betrieben werden muss, um beispielsweise Störanfälligkeiten zu vermeiden. Darüber war selbst Butscher überrascht, als er für seine Geschichte im bdw-Septemberheft recherchierte und hat deshalb die Technologie genau beschrieben.
Bleibt das Verlegen von Erdkabeln also nur ein frommer Wunsch? Nicht unbedingt. Lesen Sie im aktuellen Heft von bild der wissenschaft, welche Möglichkeiten es noch gibt, die ungeliebten oberirdischen Stromtrassen zu vermeiden. Wir bringen Sie auf den neusten Stand der Technik!





