Die Forscher stellten bei den verunfallten Fahrern häufig Übermüdung als Ursache für den Unfall fest. Die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden, stieg um das achtfache, wenn sich der Fahrer schläfrig fühlte. Weiter fanden sie heraus, dass für Fahrer, die nur fünf oder weniger Stunden Schlaf in den vorhergegangenen 24 Stunden bekommen hatten, das Unfallrisiko immer noch dreimal so hoch war. Und wer sich nachts zwischen zwei und fünf Uhr hinter das Lenkrad setzte, für den stieg das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, um den Faktor fünf ? verglichen mit einer Autofahrt am Tag. Die Autoren der Studie berechneten aus den Daten, dass sich fast zwanzig Prozent weniger Unfälle mit Verletzungen und Todesfolgen ereignen würden, wenn sich Autofahrer ausgeschlafen und fit hinter das Steuer setzen würden.
Wer müde Auto fährt lebt gefährlich: Ganz gleich ob man sich müde fühlt, in der letzten Nacht höchstens fünf Stunden geschlafen hat oder nachts zwischen zwei und fünf Uhr fährt – das Risiko für einen Unfall mit schweren Verletzungen oder dem Tod als Folge ist erheblich höher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie neuseeländischer Wissenschaftler, die im British Medical Journal (Ausg. 324, S. 1125) veröffentlicht ist.
Die Wissenschaftler um Jennie Connor untersuchten zwischen April 1998 und Juli 1999 571 Autofahrer oder Autoinsassen, die in Folge eines Autounfalls in der Region Auckland gestorben waren oder ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Die Daten von weiteren 588 Personen, die während des Studienzeitraumes auch auf den Fahrbahnen der Region mit dem Auto unterwegs waren, wurden zur Kontrolle ausgewertet.
Nicole Waschke





