Unbemannte Flugzeuge könnten in wenigen Jahren im normalen Luftraum verkehren. Sicherheitstests in einer Wüste in Neumexiko haben jetzt gezeigt, dass die Flugzeuge ohne Pilot selbst schnellen Militärjets sicher ausweichen, meldet der Onlinedienst von “Nature”.
Das Team von der Staatsuniversität von Neumexiko, der Nasa und der US-Navy stattete in den Versuchen die Drohne “Proteus” mit dem Überwachungssystem “Skywatch” aus. Damit überblickte der unbemannte Flieger mit Radiowellen den Himmel im Umkreis von über dreißig Kilometern. Tauchte darin ein anderes Flugzeug auf, das ebenfalls mit Skywatch bestückt war, sprachen die Systeme ein Ausweichmanöver ab. In den Test wich Proteus allen Flugzeugtypen, die auf Crashkurs flogen, sicher aus.
Bislang kommen unbemannte Flugzeuge nur in verkehrsfreien Zonen zum Einsatz. So jagt etwa die Drohne “Predator” im gesperrten Luftraum über Afghanistan Terroristen. Die Forscher hoffen nun, dass die US-Luftfahrtbehörde (FAA) in den nächsten fünf Jahren unbemannte Flieger auch für den normalen Luftraum zulässt und damit den Weg für zivile Anwendungen ebnet. Die Drohnen könnten etwa den Strassenverkehr oder Waldbrände überwachen, das Wetter beobachten oder als fliegende Antennen Telefonverbindungen herstellen.
Eine weitere Anwendung wollen Nasa-Forscher bereits nächste Woche testen. Der unbemannte Solarflieger “Helios” soll mit Hilfe einer Infrarotkamera Kaffeeplantagen auf Hawaii überwachen und den Bauern melden, wenn die Bohnen reif sind. In den Versuchen testen die Forscher zudem ein neues Überwachungssystem, dass der Drohne ohne Hilfe des nahenden Flugzeugs ein Ausweichmanöver verordnet.
ddp/bdw – Marcel Falk





