In Deutschland werden jedes Jahr vier Millionen Waschmaschinen ausgemustert und verschrottet. Würde man diese Geräte hintereinander aufstellen, ergäbe sich eine Kette, die von Dänemark bis Sizilien reichte. Obwohl ein Teil der gebrauchten Waschmaschinen recycelt wird, ist die Menge des anfallenden Schrotts enorm. Dabei sind viele Maschinen mechanisch noch in gutem Zustand und werden nur wegen ihres zu hohen Strom- und Wasserverbrauchs ausrangiert.
Das Berliner IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung hat jetzt in einem Kooperationsprojekt, dem unter anderem auch die AEG angehört, ein „Tuning” für alte Waschmaschinen vorgestellt. Die Forscher um Siegfried Behrendt entwickelten einen Mikrocontroller, der das herkömmliche mechanische Programmschaltwerk ersetzt. „Wird diese neue elektronische Steuerung in eine sechs bis sieben Jahre alte Waschmaschine eingebaut”, erklärt Behrendt, „sinkt ihr Stromverbrauch auf das Niveau eines Neugerätes. Der Mikrocontroller hat außerdem den Vorteil, dass man ihn den verschiedenen Maschinentypen anpassen kann.” Die Wissenschaftler sind jetzt auf der Suche nach Unternehmen, die die Elektronik in Serie herstellen. Dann würde die Umrüstung einer noch funktionierenden Waschmaschine rund 100 Euro kosten.





