von REINHARD BREUER
Tropfen sind allgegenwärtig, und sie sind äußerst vielfältig. In Wolken stießen Meteorologen schon auf Exemplare von fast einem Zentimeter Durchmesser. Noch größere Tropfen können sich auf Oberflächen bilden. Die langsamsten Tropfen fallen in einem Labor im australischen Brisbane: Dort füllte ein Physiker bereits 1927 eine teerartige Flüssigkeit in einen Trichter. Seither „tropft“ die zähe Masse nur alle paar Dutzend Jahre einmal aus dem Gefäß heraus. 2014 fiel der neunte Tropfen, nun warten die Fans des kuriosen Schauspiels auf Tropfen Nummer zehn. Das Guinness-Buch der Rekorde kürte das Spektakel 2003 zum „am längsten andauernden Laborexperiment“ der Welt. Die schnellsten bekannten Tropfen fliegen hingegen so rasch wie Gewehrkugeln, etwa durch Gasturbinen oder Triebwerke.





