Die Autoindustrie geht davon aus, sparsamere und emissionsarme Direkteinspritzer-Benziner sowie Dieselmotoren nur mit schwefelfreiem Treibstoff anbieten zu können. In der Vergangenheit war es darüber zu Auseinandersetzungen zwischen der Mineralölindustrie und den Herstellern gekommen. Diese hatten den Treibstoffproduzenten vorgeworfen, nicht schnell genug schwefelfreie Ware anzubieten. VDA und Mineralölindustrie fordern von der Bundesregierung eine steuerliche Entlastung für schwefelfreien Treibstoff.
Die deutschen Autohersteller haben den Treibstoffverbrauch ihrer Fahrzeuge laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) deutlich reduziert. “Vom Ziel, 25 Prozent Treibstoff bis zum Jahr 2005 einzusparen, sind heute bereits 17 Prozent erfüllt”, sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk in einem dpa-Gespräch auf dem Genfer Autosalon. Ein Hauptgrund sei der Boom bei Dieselfahrzeugen – Gottschalk hält eine Anteil von über 40 Prozent bei den Neuzulassungen für bald absehbar. “Das ist keine Illusion”. Heute sind es bereits über 30 Prozent.
Auch bei Benzinmotoren seien starke Verbrauchsreduktionen erreicht worden. “Dies ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil zum Beispiel auch in den USA, wo sich der Treibstoffpreis in kurzer Zeit verdoppelt hat”, meinte Gottschalk. Um weitere Einsparungen sowie Minderungen beim Schadstoffausstoß erreichen zu können, sei es jetzt vorrangig, bald auch schwefelfreien Diesel anbieten zu können. Beim Benzin sei die flächendeckende Einführung schon relativ weit vorangeschritten.
dpa





