Derzeit gibt es in Deutschland zwei gegenläufige Trends. Innerhalb der vergangenen 22 Jahre hat sich die Zahl der Tierversuche in der Toxikologie halbiert. Dafür kamen vermehrt Zellkulturen zum Einsatz, um die Toxizität (Giftigkeit) von Substanzen zu testen. Gleichzeitig hat sich der Einsatz von Tieren in der Grundlagenforschung verdoppelt. Verstärkt werden transgene Tiere verwendet, bei denen Forscher Gene einer anderen Art – meist menschliche – eingepflanzt haben, um die Wirkung dieser Gene zu untersuchen. Laut dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurden 2011 insgesamt 2,9 Millionen Versuchstiere verwendet, rund ein Viertel davon waren transgene Tiere. Für toxikologische und ähnliche Sicherheitsprüfungen starben etwa 64 000 Mäuse, 50 000 Fische, 48 000 Ratten, 3880 Meerschweinchen, 2800 Wachteln, 2110 Kaninchen, 1360 Hunde, 1070 Altweltaffen, 340 Schweine und 70 Katzen.





