Künstliche Intelligenz (kurz KI) zählt zu den bedeutendsten Entwicklungen der Informatik und ist eigentlich ein Sammelbegriff für unterschiedlichste intelligente Anwendungen, konzipiert für eine ganz bestimmte Problemstellung. Betrachtet man die Entwicklung für Patentanmeldungen intelligenter Systeme weltweit, wird schnell deutlich, in welcher Geschwindigkeit wir einer Industrie 4.0 entgegenrasen.
Aber KI ist auch mit einer Menge diffuser Ängste verbunden. Und das nicht gänzlich unbegründet, denn laut Experten wird jeder vierte Deutsche seinen Job in nicht ganz so ferner Zukunft an KI abtreten müssen. Wie wirkt sich diese Entwicklung beispielsweise auf technische Übersetzungen, das Schreiben von Artikeln oder andere Bereiche aus? Am größten ist das drohende Umbruchpotenzial in der Verkehrs- und Logistikbranche. Autonome Fahrzeuge und vollautomatisierte Lagerungssysteme werden etliche Berufsstände komplett verschwinden lassen.
Was sind die Vorteile künstlicher Intelligenz?
Immer komplexer werdende Algorithmen beeinflussen unser Leben immer mehr. Der Anwendungsbereich unterschiedlichster KI-Anwendungen wird sich in den kommenden Jahren noch stärker ausweiten und das Leistungsspektrum künstlicher Intelligenz wird immer ausgefeilter.
Kein Mensch kann so effizient arbeiten wie eine Maschine. Krankheitsstände, Urlaub oder aber persönliche Befindlichkeiten gibt es bei einem Roboter nicht. Daher ist es auch durchaus nachvollziehbar, dass immer mehr Aufgabenbereiche nicht mehr in Menschenhand liegen, sondern kostengünstig von Maschinen übernommen werden.
Welche Risiken drohen mit dem Einsatz von KI?
Doch selbst Ökonomen sind der Meinung, dass künstliche Intelligenz nicht nur Chancen, sondern auch Risiken mit sich bringt. Die zunehmende Automatisierung könnte in den kommenden 10 – 20 Jahren zu einer massiven Erhöhung der Arbeitslosenquote führen. Doch auch subtilere Ängste werden mit dem Begriff „künstliche Intelligenz“ in Verbindung gebracht. Blickt man nach China, scheinen besagte Ängste gar nicht mehr so irrelevant. Im Jahr 2020 soll dort nämlich ein „Social Credit System“ eingeführt werden, das auf intelligente Überwachungstechnik setzt. Wer beispielsweise seine Steuerschulden verspätet begleicht, einer kritisch gesehen politischen Strömung angehört oder sich in letzter Zeit einfach schlecht benommen hat, dem droht ein Punkteabzug. Die Höhe des Punktestands kann dabei über den weiteren Lebensweg des einzelnen Bürgers entscheiden. So könnte dieser beispielsweise als Bewerber auf eine zukünftige Arbeitsstelle wegen eines zu geringen Punktestands abgelehnt werden. Zugegeben, ein für Europa kaum vorstellbares Horrorszenario, das aber zeigt, inwieweit künstliche Intelligenz das Leben der Menschen in Zukunft beeinflussen könnte.





