Viele Selbstvermessungs-Apps nutzen von Hand eingetragene Daten. Das gilt etwa für Anwendungen, die die Stimmung festhalten, die Kalorienzufuhr protokollieren oder das Fernsehverhalten analysieren. Ein integriertes „ Stimmungsbarometer” besitzen Smartphones (noch) nicht. Eine Vielzahl von Werten können sie aber ermitteln und aufzeichnen. So vermessen die schlauen Handys Lauf- und Fahrradrouten mittels GPS und errechnen aus der Positionsänderung ständig die aktuelle Lauf- oder Fahrgeschwindigkeit. Auf der Matratze im Bett platziert kann das Handy mithilfe eines eingebauten Beschleunigungsmessers nächtliche Bewegungen registrieren und so die Schlafphasen bestimmen. Der Beschleunigungssensor lässt sich dank smarter Apps auch nutzen, um die Zahl der während des Tages zurückgelegten Schritte zu bestimmen.
Für die Daten, die das Smartphone nicht erfassen kann, haben verschiedene Hersteller eigens Messgeräte entwickelt, die die Werte direkt an Telefon und Online-Communitys weiterleiten. Die Liste solcher Geräte ist lang. So gibt es Armbänder, die über den ganzen Tag hinweg Blutdruck- und Pulsdaten sammeln, und Körperfettwaagen, die ihre Messwerte drahtlos an das Handy übermitteln. Ein Gürtel für Schwangere registriert die Bewegungen des Ungeborenen im Mutterleib und teilt sie per Twitter oder SMS der Außenwelt mit. Und es gibt „Energiesensoren” zu kaufen, die in der Nähe des Stromzählers postiert werden, um den Stromverbrauch im Haushalt zu protokollieren. Apps, die sämtliche Daten zusammenführen und in Diagramme oder Statistiken verwandeln, helfen den Nutzern, in dem Berg von Zahlen den Überblick zu behalten.





