Ein äußerst reißfestes Glasfasergewebe könnte künftig bei einem Erdbeben das Mauerwerk von Häusern stabilisieren. Entwickelt wurde das „Mape-Wrap EQ System” von dem deutschen Unternehmen Bayer MaterialScience, unterstützt von Partnern aus Industrie und Wissenschaft, unter anderem dem Karlsruher Institut für Technologie.
Das Gewebe wird mit einem speziellen Leim wie eine Tapete an die Wand geklebt. Dadurch soll laut Projektleiter Michael Engel bei einem Erdbeben im besten Fall verhindert werden, dass das Haus einstürzt. Zumindest soll die Verstärkung dafür sorgen, dass die Bewohner mehr Zeit haben, das Gebäude zu verlassen, bevor es zusammenbricht.
Das Glasfasergewebe lässt sich auch in bestehende Häuser integrieren und mit normalen Tapeten oder anderen Beschichtungen überdecken. Eine Schule im italienischen Brescia, wo es immer wieder zu Erdbeben kommt, wurde bereits damit ausgestattet.





