Ein britischer Feuerwehrmann hat ein Gerät entwickelt, das Autoradios leise stellt, sobald sich ein Rettungswagen nähert. Noch ehe der Autofahrer das Martinshorn hören kann, ist er so vor der heranrasenden Ambulanz gewarnt.
Laute Musik im Radio und gute Lärmschutzisolierungen seien dafür verantwortlich, dass der Alarmton häufig zu spät gehört wird und es zu Behinderungen von Rettungsfahrzeugen komme, erklärt James Hutchison im britischen Wissenschaftsmagazin “New Scientist” (Ausgabe vom 3. August, S. 8). Mit dem Warnsystem soll das nun anders werden: Wird es im Auto plötzlich leise, weiß der Autofahrer, dass sich ein Rettungswagen nähert.
Das neue Gerät spürt die sieben stärksten Signale von Radiosendern in der jeweiligen Region auf und sendet auf diesen Frequenzen ein Warnsignal aus. Über das auch in Deutschland verbreitete Radio Data System (RDS) kann es so nicht nur Radioprogramme, sondern auch Kassetten oder CDs unterbrechen. Laut Hutchison ist das Signal dabei so schwach und wird so zielgerichtet ausgesandt, dass es nur in Fahrzeugen empfangen werden kann, die dem Rettungswagen bis zu 100 Meter vorausfahren.
Vertreter der britischen Rundfunkbehörden sind dagegen skeptisch. Sie glauben, dass das Warnsystem weitreichendere Störungen des Radioempfangs verursachen werde. Bisher verweigern sie dem Entwickler daher eine Testerlaubnis.
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