Ein neues Navigationssystem könnte Rollstuhlfahrern künftig barrierefreie Wege durch Städte zeigen. Der Münsteraner Student Carsten Dewey habe für den Prototyp des mobilen Navigationsdienstes einen ersten Platz beim Deutschen Studienpreis der Hamburger Körber-Stiftung belegt, berichtete die Universität Münster am Mittwoch. Dewey entwickelte ein Computerprogramm, das anhand von Informationen über Bordsteinkanten, Engpässe auf Fußwegen und Kopfsteinpflaster Rollstuhlfahrern eine möglichst hürdenfreie und kurze Route berechnet.
Nach Angaben der Universität werde derzeit mit Firmen und Wissenschaftlern über eine Weiterentwicklung des Prototyps nachgedacht. Der Studienpreis, der alle zwei Jahre verliehen wird, stand unter dem Motto “Bodycheck – Wie viel Körper braucht der Mensch?”. Er wird im Februar kommenden Jahres in Berlin verliehen. Die fünf ersten Preisträger erhalten jeweils 5000 Euro (10 000 Mark).
dpa





