In Groß-Schönebeck nordöstlich von Berlin soll erstmals in Deutschland Strom aus Erdwärme erzeugt werden. Ein entsprechendes Projekt des GeoForschungsZentrums (GFZ) Potsdam begann am Montag. Heißes Wasser soll aus einem 4,2 Kilometer tiefen Bohrloch gefördert werden und eine Dampfturbine treiben, teilte das Zentrum mit.
Die Bohrung war bereits 1990 niedergebracht worden. Jetzt soll bei der erwarteten Grundwassertemperatur von 140 Grad Celsius herausgefunden werden, ob und wieviel elektrische Energie aus der Erdwärme produziert werden kann.
“Das Betreiben einer Dampfturbine mit Geothermie ist prinzipiell machbar”, erklärt Ernst Huenges vom GFZ Potsdam. Die Umweltfreundlichkeit sei eines der zentralen Argumente. Die Projektmacher hätten deswegen die Erlaubnis erhalten, mitten im Biosphärenreservat das Bohrloch zu nutzen.
dpa





