Strom aus dem Holzofen versprechen sich britische Forscher von neuen Thermoelementen, die aus Wärme elektrische Energie gewinnen können. Mit der Hitze eines gewöhnlichen Ofens können Mike Rowe von der Universität Cardiff und seine Kollegen genug Strom erzeugen, um ein paar Glühbirnen oder einen kleinen Fernseher zu betreiben.
Derartige Thermoelemente sind nicht neu. In den 70er Jahren hat die Nasa die Technik beispielsweise genutzt, um die Raumsonden Voyager 1 und 2 mit Energie zu versorgen ? sie funktionieren immer noch. Bisher waren Generatoren, die auf diesem so genannten thermoelektrischen Effekt beruhen, jedoch äußerst ineffizient.
Das Team um Rowe konnte die Technik nun entscheidend verbessern. Die Forscher wollten herausfinden, ob sich die Methode eignet, beispielsweise die Restwärme eines Holzofens zu nutzen. Es gelang ihnen, die Thermoelemente enorm hitzebeständig zu machen, so dass sie selbst hohen Temperaturen standhalten. Sie gewannen etwa hundert Watt ? genug Leistung, um einen Raum zu erhellen oder einen kleinen Fernseher am Laufen zu halten. Die Prototypen seien so gut, dass sie sogar mit Badewasser funktionieren, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 21. September, S. 21).
Gerade für Entwicklungsländer, in denen ganze Regionen ohne Stromversorgung sind, bieten sich diese Thermoelemente an. Denn einen Holzofen haben die meisten Menschen dort zur Verfügung, um damit ein wenig Strom zu gewinnen.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





