Video: Credit: Seoul National University
Raffiniert nutzen sie die Gesetze der Oberflächenspannung: Wasserläufer besitzen an den Enden ihrer Beine spezielle Härchen-Strukturen, die stark wasserabweisend wirken. So können die bis zu zehn Millimeter großen Insekten übers Wasser gleiten, ohne zu versinken. Auf diese Weise sausen sie fix zu ins Wasser gefallenen Beutetieren. Bekannt ist auch, dass Wasserläufer beeindruckende Sprungfähigkeiten besitzen: Wenn sie sich bedroht fühlen, katapultieren sie sich mit ihren langen Beinen bis zu 40 Zentimeter weit durch die Luft. Genau dabei haben ihnen die Forscher um Je-Sung Koh von der Seoul National University nun detailliert zugesehen. Sie wollten herausfinden, wie es den Insekten gelingt, sich so kraftvoll von der Wasseroberfläche abzustoßen, ohne dabei die Oberflächenspannung zu durchbrechen.
Raffinierte Sprungtechnik
Die Hochgeschwindigkeitsaufnahmen der Forscher zeigten: Die Insekten beschleunigen ihre langen Beine beim Absprung nicht schlagartig, sondern allmählich, damit die Wasseroberfläche nicht zu schnell eingedrückt wird und einreißt. Die Modellberechnungen von Koh und seinen Kollegen dokumentierten, dass die maximale Kraft der Wasserläufer-Beine immer knapp unterhalb des Drucks liegt, dem die Oberflächenspannung gerade noch standhalten kann. Die Wasserläufer haben außerdem noch einen weiteren Trick auf Lager, beobachteten die Forscher: Die Insekten bewegen während des Sprungprozesses ihre Beine nach innen zum Körper hin, um den fein dosierten Druck möglichst lange auf die Wasseroberfläche ausüben zu können.





