von RALF BUTSCHER
Ein glitzerndes Solarpaneel reiht sich ans andere. Der Solarpark Weesow-Willmersdorf in Werneuchen nordöstlich von Berlin ist der größte in Deutschland. Seit November 2020 schöpfen dort Photovoltaikmodule elektrischen Strom aus dem Sonnenlicht und speisen sie ins Netz. Wenn die Anlage vollständig ausgebaut ist, wird sie 465.000 Solarmodule umfassen, auf einer Fläche von 164 Hektar. Bei voller Auslastung könnten sie bis zu 187 Megawatt an elektrischer Leistung liefern – Experten sprechen von der „installierten Leistung“. Der Stromertrag würde rechnerisch genügen, um etwa 50.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Das riesige Solarfeld befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes. Sein Bau hat den Betreiber, den Karlsruher Energiekonzern EnBW, rund 100 Millionen Euro kostet. Es ist nur ein besonders eindrucksvolles Beispiel für den aktuellen Trend bei der Nutzung der Solarenergie. Überall in Deutschland werden viele Tausend Anlagen neu errichtet. Es geht wieder aufwärts auf dem deutschen Photovoltaikmarkt, nachdem er vor knapp zehn Jahren einen herben Dämpfer bekommen hat.





