Das Problem sei nicht leicht zu lösen, sagte Gary dem Onlinedienst “space.com”. Die Standorte von Sendemasten könnten etwa so ausgewählt werden, dass sie nicht in Ost-West-Richtung senden müssen. Aus diesen Himmelsrichtungen würden die meisten Sonnenstürme auf die Erde treffen, sagte Gary. Eine weitere Möglichkeit wären Handys, die in weit höheren Frequenzbereichen senden als bisher üblich. Das würde jedoch das Signal verstärken und könnte Gesundheitsschäden hervorrufen, warnt der Forscher.
Starke Sonnenstürme unterbrechen Gespräche am Mobiltelefon öfter als bisher vermutet. Die Sonne funke mehrmals im Jahr in die mobile Kommunikation rein, fanden amerikanische Forscher nach einer Analyse der Sonnenaktivität der vergangenen vierzig Jahre.
Heftige Sonnenstürme treffen die Erde alle elf Jahre, wenn die Sonne maximal aktiv ist. Die Forscher um Dale Gary vom Institut für Technologie in New Jersey fanden nun, dass auch Sonnenstürme in den dazwischen liegenden Phasen ausreichen, um Handygespräche zu stören. Solche Stürme gebe es zehn- bis zwanzig mal im Jahr und sie könnten lokal die Kommunikation jeweils für Minuten oder gar Stunden lahmlegen, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift “Radio Science” (Ausgabe März/April).
ddp/bdw – Nicole Waschke





