Am 9. Mai 2025 war es soweit: Auf einem Gelände bei Etzel, einem Teilort der ostfriesischen Gemeinde Friedeburg, öffneten Techniker die Ventile. Daraufhin strömten insgesamt 90 Tonnen Wasserstoff unter hohem Druck in zwei unterirdische Hohlräume. Die in einem Salzstock befindlichen Kavernen dienten bereits zuvor als Speicher, in denen Erdgas und Erdöl eingelagert ist. Im Rahmen des Pilotprojekts „H2Cast Etzel“ wurden sie in den letzten Jahren auf ihre Eignung als Wasserstoff-Speicher untersucht und zum Aufbewahren des besonders leicht flüchtigen Gases vorbereitet. An dem Projekt beteiligt sind neben der Technischen Universität Clausthal und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter anderem die Unternehmen Gasunie und Storag Etzel. Letzteres betreibt vor Ort die größte Kavernen-Speicheranlage Nordwesteuropas, die mit Industriebetrieben, Erdgasterminals und Förderanlagen in Deutschland, Norwegen und den Niederlanden verbunden ist. Doch nie zuvor floss hier Wasserstoff in einen der salzummantelten Hohlräume.





