Sein Name ist Robotar und er soll Unfallopfern helfen. Das ist zumindest die Vision von Mohan Trivedi, Professor am Institut für Robotik der Universität von Kalifornien in San Diego.
Der 1,20 Meter große Helfer ist mit Kameras ausgestattet, die es Verletzten ermöglichen menschliche Hilfe anzufordern und mit einem Notarzt zu sprechen. Bei schwereren Unfällen übermittelt der Roboter Bilder der Unfallszene an die Einsatzzentrale, die daraufhin angemessen reagieren kann.
Robotar kooperiert zudem mit einem umfassenden “Unfall-Hilfe-System”, das ebenfalls von Trivedi entwickelt wurde. Digitale Kameras entlang der Highways beobachten den Verkehr. Die Aufnahmen werden dabei fortlaufend von Computern ausgewertet, die ermitteln, ob sich wirklich ein Unfall ereignet hat oder, ob ein Fahrzeug lediglich angehalten hat, um beispielsweise ein Rad zu wechseln.
Bei Verdacht auf einen Unfall schickt die Rechenzentrale Robotar los. Der geländegängige Roboter kommt aus einem kleinen Schrank am Straßenrand, und macht sich auf den Weg zum Unfallort.
Der Einsatz seines Roboters würde garantieren, dass Notdienste schneller informiert werden, sagt Trivedi in der aktuellen Ausgabe des Magazins New Scientist: “Wenn der Notarzt im Schnitt nur fünf Minuten eher am Unfallort ankommt, dann könnten wir allein in den Vereinigten Staaten jährlich 49 zusätzliche Leben retten”.
Adam Bostanci





